Die SOKO Camping als Modell

Peter Hieke ist ein passionierter Modellbauer und Camper in Lauerstellung. Er hat die SOKO Camping im Modell nachgebaut. Eine richtig starke Idee! Wir sagen: Herzlichen Dank!!

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Peters Website:

http://wohnmobilmodelle.de


Das schreiben SOKO Camping-Leserinnen und Leser:

Buchbesprechung von Christoph Müller vom 22. Juni 2016:

Quelle: Familien  Sport Gemeinschaft

FSG

Angelika Wesner: Der Tod macht niemals Urlaub, Eigenverlag, Schwäbisch Gmünd 2011, ISBN 978-3-00-036529-4, 292 Seiten, 12.50 Euro.

 

Am Ufer eines Sees mitten in Baden Württemberg wird ein Toter gefunden. Auf den ersten Blick hat man den Eindruck, dass er nach einem lebhaften Cocktailabend im Wasser ertrunken ist. Bei der Obduktion des Leichnams stellt sich heraus, dass er ermordet worden ist. Der Campingplatz „Swimming Paradise“ ist der Ort des lebhaften Geschehens, in das hinein die Kommissare Jennifer Reitmann und Rainer Sommer geschickt werden.

 

Reitmann und Sommer sind aufmerksame Zeitgenossen, die auf ganz eigene Weise den Zugang zu den Menschen suchen, die im Kontext des Mordfalls von Bedeutung zu sein scheinen. Undercover bemühen sie sich um das Vertrauen der nichts ahnenden Urlaubs-und Dauercamper auf dem Gelände „Swimming Paradise“.

 

Immer wieder gewinnt der Leser den Eindruck, dass es bei den Dynamiken auf dem Campingplatz „Swimming Paradise“ um die Zukunft und die Gestaltung eines sich wandelnden Urlaubsortes geht. Die Traditionalisten kämpfen gegen die Bestrebungen, den Campingplatz attraktiver zu gestalten. Der Kriminalroman „Der Tod hat niemals Urlaub“ bietet mehr als die kleinbürgerlichen Diskussionen.

Es menschelt an vielen Orten und bei vielen Gelegenheiten. So wie es einfach ist, so beschreibt Angelika Wesner den Alltag auf dem Campingplatz. Sie scheint genüsslich zu grinsen, wenn sie über die Gartenzwergkolonien und geranienberankten Veranden schreibt. Es scheint sie mehr als zu amüsieren, wenn sie erzählt, wie sich eine junge hübsche Frau an den Hals eines älteren, scheinbar wirtschaftlich liquiden Mannes an den hals wirft.

 

Zwischen Reitmann und Sommer scheint es eine große Sympathie zu geben, doch will sich das Knistern zwischen den beiden nicht wirklich durchzusetzen. Denn Reitmann lässt sich gar hinreißen, mit einem Hauptzeugen des Verbrechens anzubändeln. Dass dies bei Sommer nicht auf positive Resonanz stößt, verwundert zwar, zeigt jedoch die Normalität des Lebens, was sich in Campingwagen und Vorzelten abspielt.

 

Reitmann und Sommer machen die Soko Camping aus. Sie haben eine ansprechende Premiere in der Kriminalgeschichte „Der Tod hat niemals Urlaub“. Oder anders gesagt: wer diesen Roman vor seinem Caravan liest, braucht eigentlich nur über den Brillenrand zu schauen, um sich vorzustellen, was Angelika Wesner liebevoll beschreibt.

A

ls Camper mag man sich nicht vorstellen, dass sich solche Tragödien auf dem Platz abspielen, auf dem man selber Dauercamper ist oder den man in seinem Urlaub erlebt. Die Charakterbeschreibungen Wesner sind so zutreffend, dass man selber Gesichter und Erlebnisse aus der eigenen Caravan-Biographie vor Augen hat. Wer spritzig unterhalten werden will, dabei nicht auf einen gewissen Spannungsbogen verzichten will, der wird mit der Lektüre von „Der Tod hat niemals Urlaub“ sich wohl fühlen.

 

Gelesen und besprochen von Christoph Müller


Buchbesprechung von Christoph Müller

2016 erschienen auf der Website des

„Mord in der naturistischen Idylle“

 

Krimi-Autorin Wesner schreibt über nacktes Campen

 

Angelika Wesner: Textilfrei ins Jenseits – Ein Krimi (nicht nur) für Camper, Eigenverlag, Schwäbisch Gemünd 2014, ISBN 978-3-00-047768-3, 384 Seiten, 12.50 Euro.

 

 

Für den eingefleischten Naturisten ist es nicht ungewöhnlich, dass sich nackte Menschen auf einem Campingplatz tummeln. Für überzeugte Freunde des Nacktseins ist es jedoch unvorstellbar, dass die Oase der Freikörperkultur zu einem Tatort wird. Die Schriftstellerin Angelika Wesner hat in ihrem Kriminalroman „Textilfrei ins Jenseits“ die Anhänger des Nacktseins in den Verdacht gebracht. Denn auf einem baden-württembergischen Campingplatz haben FKK-Anhänger ein Stück des Campingplatzes separiert, um sich dort wohlzufühlen.

 

 

 

Diese Freude am Unbekleidetsein stößt nicht nur auf positive Resonanz bei Dauercampern und auch Urlaubern. Heftig sind manche emotionalen Reaktionen in der Umgebung. Dies ficht die Nacktcamper jedoch nicht unbedingt an. Sie entwickeln ihr Eigenleben, fühlen sich in der eigenen Haut wohl. Durchkreuzt wird die subjektiv empfundene Idylle von einem überraschenden Todesfall und noch weiteren erschreckenden Geschehnissen.

 

 

Die Journalistin Angelika Wesner weiß, worüber sie schreibt. Denn sie ist gemeinsam mit ihrem Lebenspartner selber eine begeisterte Camperin. Sie muss den Alltag auf den Campingplätzen sehr aufmerksam beobachtet haben. Denn sonst wäre es ihr nicht gelungen, mit großem Humor und der Freude am Detail das Camperleben zu beschreiben. Das eigene Lächeln begleitet die Lektüre der abwechslungsreichen Kriminalgeschichte „Textilfrei ins Jenseits“.

 

 

Sympathisch kommen die Protagonisten daher. Die Kriminalkommissare Jennifer Reitmann und Rainer Sommer werden als spezialisiertes Ermittlerteam undercover mit dem Zeltanhänger auf den Campingplatz geschickt. Sie entwickeln sehr eigene Recherche-Methoden. Gewürzt ist das Miteinander der beiden durch die Zuneigung, die Jennifer und Rainer füreinander empfinden. Es menschelt zwischen den beiden. Es menschelt durch die fast 400 Seiten hindurch.

 

Selbst die schwäbelnde Madeleine, die Lebensabschnittsgefährtin von Rainer, wird mit großer Liebe dargestellt. Sie kämpft um die Aufmerksamkeit des geschiedenen Mannes, der um Orientierung in seinem Leben ringt. Wesner zeigt eine große Freude daran, die Mentalitäten der Menschen darzustellen. Amüsiert folgt man den Erzählungen, als Madeleine nicht nur Jennifer und Rainer auf dem Campingplatz besucht, sondern Rainer mit verführerischen Dessous zu reizen versucht und damit über den eigenen Schatten springt. Vor Augen hat man auch die örtlichen Streifenpolizisten, die täglich über den Campingplatz streunen, um ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

 

Es fällt schwer, den kurzweiligen Kriminalroman „Textilfrei ins Jenseits“ aus der Hand zu legen. Die Neugierde auf das zu erwartende Geschehen setzt sich immer wieder gegen die Vernunft durch. Deshalb lohnt es sich, das Buch zu einem gemütlichen Wochenende auf dem Campingplatz mitzunehmen oder schon frühzeitig in den Urlaubskoffer zu packen. Es gibt keinen Grund, die Lektüre zu bereuen. Vielmehr hat der (naturistische) Camper eigene Erlebnisse und Erfahrungen vor Augen. Kurzum: Unterhaltung garantiert !

 

 

Christoph Müller